Erschienen am: 02.09.2002

Auch ein Kinder-Fest

Noch grösser, noch phantasievoller, noch kindgerechter – so präsentierte sich das dreitägige Klosterbergfest am vergangenen Weekend.

  Auf der Rutschbahn ins Gotteshaus. Die Elisabethenkirche war während des Klosterbergfestes auch eine «Kinderkirche». Foto Roland Schmid


lm. Unser Rundgang am Samstag startete auf dem Pyramidenplatz. Orientalisches Markttreiben – nach dem Vorbild von «1001 Nacht» – lockte viel Volk herbei. Die Pyramiden waren festlich verkleidet. In Zelten aus dem Morgenland konnte man Tee trinken oder Wasserpfeife rauchen, verschleierte Schönheiten bestaunen und sich für einige Zeit gefühlsmässig in die Welt von «Ali Baba und die 40 Räuber» hineinversetzen. Der Orient in Basel – am Klosterbergfest wurde er Wirklichkeit.

Ganz Gewaltiges lief dann direkt nebendran in der Offenen Kirche Elisabethen ab. Für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren hatte ein rühriges Organisationskomitee im Kirchenschiff mit grosser Kelle angerichtet. Riesengedränge herrschte auf dem Zugang zur überdimensionalen Rutschbahn – die Binggisse genossen es in vollen Zügen. Jedes Kind durfte darüber hinaus einmal am grossen Glücksrad drehen, keines ging leer aus. Mädchen und Buben durften auch spezielle Workshops besuchen. Ob Basteln, Papierfalten, Malen, Tonen, Speckstein bearbeiten oder Flugzeuge herstellen – den Möglichkeiten waren kaum Grenzen gesetzt.
Wer wollte, durfte sich auch ein kunstvolles «Temporär-Tattoo» auf die Schulter oder auf den Arm malen lassen. Hinzu kamen begeisternde Auftritte auf der Bühne. Neben Clowns und Artistenmädchen machten Majoretten, Gaukler und Velostars ihre Aufwartung. Den Initianten dieses Kinderplauschs sei für die perfekte Organisation ein ganz besonderes Kränzchen gewunden.
Drumherum lief das bekannte Klosterberg-Festspektakel ab. In Brasilien-Leibchen und «Kinder-in-Brasilien»-T-Shirts jeglicher Couleur stürzte sich viel Volk ins Getümmel – sehen und gesehen werden lautete das Motto. Vereinzelte Regentropfen konnten die gute Stimmung nicht beeinträchtigen. Musik lag in der Luft. Im «Atlantis» beispielsweise waren verschiedene Bands angesagt, wo wieder einmal Live-Musik gespielt wurde.
Der Reinerlös dieses Festes kommt der Onorio Mansutti Stiftung «Kinder in Brasilien» zugute.




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