Die Koordinationsstelle Freiwillige für Flüchtlinge (KoFfF): Von der OKE zum Roten Kreuz ab 1.1.2020.

Ein Erfolgsprojekt in Public-Private-Partnership geht an einen neuen Dienstleister

Die Website der Koordinationsstelle Freiwillige für Flüchtlinge beim Roten Kreuz Basel

 

Geschichte eines Vorbildprojektes

Die KoFfF wurde im Frühjahr/Sommer 2015 von Frank Lorenz von der Offenen Kirche Elisabethen (OKE), Renata Gäumann, Asylkoordinatorin BS, Walter Brack, Christoph-Merian-stiftung und Andreas Raess, Abt. Integration und Diversität des Präsidialdepartements BS, erdacht und ins Leben gerufen. Die vier Fachleute und Organisationen antworteten mit dieser Idee auf den grossen zivilgesellschaftlichen Hilfswillen zugunsten von Menschen, die in Basel Schutz suchten und suchen und dessen Koordination durch die Organisationen einzeln nicht mehr möglich war. Im Oktober wurde die KoFfF operativ und hat sich seitdem einen starken Stand in der Basler Asyl-Landschaft erarbeitet. Sowohl im Namen als auch im Konzept wurde sie Vorbild für andere Projekte in der Region und der Schweiz. 

Drei Projektmanagerinnen arbeiteten seitdem unter Projektleiter Frank Lorenz zugunsten der Geflüchteten für die Freiwilligen und Sozialarbeitenden: Simone Skelton machte am StartUp mit, Sonja Schrago etablierte und professionalisierte und Regine Fricker führte das Projekt zur Reife. Das thematisch-personelle „Dreieck“ Freiwillige-Sozialarbeitende-Gefüchtete wurde zum festen Koordinatensystem, in dem die KoFfF bis zu ihrer Übergabe an die neue Auftragnehmerin erfolgreich agierte. Das dazu erdachte infrastrukturelle Dreieck aus der Datenbank, von der OKE und ihrem IT-Betreuer Daniel Sollberger erdacht und programmiert, in die Freiwillige selbständig ihre Daten eintragen können, den Bedürfnisse, die Geflüchtete - gemeinsam mit ihren Sozialarbeitenden - bestimmen und mit den Angeboten der Freiwilligen matchen, ist ein einfaches und effizientes Mittel, rasch und effektiv zu stützen und zu helfen. Ein externe Evaluation der KoFfF hat daher auch im Jahr 2018 fast durchwegs gute und sehr gute „Noten“ an die OKE und „ihre“ KoFfF vergeben, was die OKE sehr freute und ein wenig auch stolz machte.

Geänderte Grosswetterlage

Die Situation rund um Flüchtlinge hat sich jedoch geändert: Das Interesse an der Flüchtlingsproblematik in der Öffentlichkeit nimmt weiter ab, andere Themen (Klimawandel u.a.) dominieren die Medien. Es wird schwieriger, Freiwillige für den Flüchtlingsbereich zu finden.
Nicht nur die „Grosswetterlage“, folgend die Zahlen von Neuankommenden, sondern auch die Bedürfnisse der Neuankömmlinge haben sich - besonders - in Richtung Integration verschoben. Regelmässig werden vom KoFfF-Team Aufrufe (Facebook, Abreisszettel bei Grossverteilern etc.) für neue Freiwillige gestartet, auf die sich erfreulicherweise immer wieder Interessierte melden.
Der Wunsch nach Deutschkonversation und die Unterstützung bei der Wohnungssuche ist nach wie vor gross. Viele Freiwillige sind über längere Zeit (sogar über Jahre) in einem Engagement oder begleiten mehrere Geflüchtete. 

Die geänderte Grosswetterlage und die Bedürfnisse der Geflüchteten und Hierankommenden verlagern auch die Gewichte auf der Organisationsseite: Ein Projekt, das auf die Not der Zeit antwortete, Willkommen bot und darum bei einer Kirche gut angesiedelt war, wird nun an eine in der Freiwilligenarbeit - noch - erfahrenere Organisation weitergegeben wird. Synergien sind das Schlagwort der Stunde! 

So hat der Kanton Basel-Stadt im September 2019 entschieden, die KoFfF dem Roten Kreuz Basel als neuen Anbieter zu übertragen. Dieser Entscheid hat auch personelle Änderungen zur Folge. Ab 1.1.2020 wird es eine neue Koordinatorin und Ansprechperson für die KoFfF-Freiwilligen geben. Die Freiwilligen wurden zeitnah von der alten und der neuen Auftragnehmerin informiert. 

Gutes Ergebnis 2019

Trotz aller Veränderungen: Das Jahr 2019 stand für die KoFfF im Zeichen der Etablierung als stabiles, bekanntes Projekt und in guter Zusammenarbeit mit der Sozialhilfe Basel-Stadt. Die Qualität der Freiwilligen wurde weiter verbessert, und deren Begleitung intensiviert. Es fanden verschiedenste Weiterbildungen, Informations-Abende, Workshops unter anderem in Kooperation mit GGG Benevol und der Sozialhilfe für die Freiwilligen statt. Die Anfragen der Sozialhilfe bewegten sich zahlenmässig im Rahmen des Vorjahres, trotz des starken Rückgangs der Asylgesuchszahlen. Dies ist eine positive Entwicklung, können dadurch die Sozialarbeitenden entlastet werden, steigt das Vertrauen in die Vermittlungsarbeit durch die Ko FfF und werden zudem die Freiwilligen schneller in ein Engagement gebracht; ein Win-Win-Win sozusagen.

Auch zahlenmässig steht die KoFfF gut da: Ende Dezember 2019 waren 321 Freiwillige auf der Datenbank registriert, wovon 125 in einem Engagement aktiv waren. Von diesen waren alle in einem Eins-zu-Eins-Engagement via Sozialhilfe engagiert, ausser 3 Freiwilligen im Ko FfF-internen Projekt IBK-Nachhilfe.

2020 wird ein neuer Leistungsträger das Projekt weiterführen. Das Projekt wird in die Institution des neuen Anbieters integriert und die Strukturen werden entsprechend angepasst.

Neue Auftragnehmerin

Die OKE schätzt das Rote Kreuz als kompetente Dachorganisation im Bereich des Freiwilligenengagements mit Geflüchteten. Neue Anmeldungen von Freiwilligen werden ab sofort an das Rote Kreuz Basel weitergeleitet. Bereits aktive Freiwillige der KoFfF haben Mitte Dezember in einem Brief alle wichtigen Informationen erhalten. Das Rote Kreuz Basel freut sich auf die Zusammenarbeit mit den KoFfF- Freiwilligen. Vom 21.12.2019 bis am 2.1.2020 ist die KoFfF aufgrund der Festtage geschlossen. Die OKE und das Rote Kreuz Basel danken für das Vertrauen in die beiden Organisationen und wünschen herzlich frohe Festtage und einen guten Jahreswechsel.

KoFfF

Koordinationsstelle Freiwillige für Flüchtlinge Basel
Seit Oktober 2015 läuft das Projekt "Koordinationsstelle Freiwillige für Flüchtlinge".

Im Auftrag des Kanton Basel-Stadt und der Christoph Merian Stiftung koordinieren wir den zivilgesellschaftlichen Wunsch, sich freiwillig für Geflüchtete zu engagieren. Dabei arbeiten wir eng mit der Sozialhilfe, Abteilung Migration, zusammen, die die Asylsuchenden in Basel betreuen. Somit sollen die Bedürfnisse der Asylsuchenden mit den freiwilligen Angeboten möglichst gut zueinander gebracht werden. Weiter bringen wir Freiwillige mit ähnlichen Angeboten zusammen und koordinieren diese mit den Bedürfnissen Geflüchteter. Schliesslich vernetzen wir auch Organisationen und Angebote im Flüchtlingsbereich miteinander.

 

Freiwillige können sich auf der Datenbank online eintragen
›› www.fff-basel.ch

oder direkt mit uns Kontakt aufnehmen.


Telefonische Beratungszeiten:
Mo, Mi 13:00-18:00
Tel. 41 (0)61 272 72 00

 

KoFfF auf facebook

Das Team der KoFfF

Für Beratungen von Freiwilligen, Ideen für Angebote und für Informationen im Asylbereich in Basel stehen Ihnen zur Verfügung: 

Regine Fricker, Projektmanagerin

Subeer Ismail, Zivildienstleistender

Dankesanlass der Ko FfF - Freiwilligen vom 21. Januar 2019
Ko FfF Team : Regine Fricker (Projektmanagerin seit 1. Mai 2018 ) und Subeer Ismail (Zivildienstleistender seit August 2019)

 

 

 

 

 

Freiwillige gesucht

Haben Sie ein bis zwei Stunden wöchentlich oder monatlich Zeit? Möchten Sie diese Zeit sinnvoll nutzen, neue Menschen kennenlernen und einen gesellschaftlichen Beitrag leisten? 

Asylsuchende und Flüchtlinge, die in Basel wohnen, wünschen und benötigen oft Hilfe und Unterstützung bei der Integration: Sei es beim Spracherwerb (Deutschkonversation), bei der Alltagsbewältigung und bei der Wohnungs- oder Jobsuche. Möchten Sie Ihnen dabei helfen und Sie eine Zeitlang begleiten?

Dann melden Sie sich bei uns, telefonisch oder per Mail. Sie können sich auch direkt online als Freiwillige/r registrieren und wir nehmen umgehend Kontakt mit Ihnen auf.

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  • Mi, 22.01.2020, 12.15-12.45
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    KoFfF beim SRK Basel

    Die Koordinationsstelle Freiwillige für Flüchtlinge Basel  ist 1.1.2020 beim Roten Kreuz Basel zuhause.

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    Basel im Gespräch (BiG)

    Gespräche in der Mitte der Kirche zu Themen, die in Basel wichtig sind. Mit stets offenem Publikumsmikrophon. 

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